Sachinformation Nr. 151

 

Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft 
und ländlichen Entwicklung

Das Landbauliche Prinzip der Nachhaltigkeit

Das Landbauliche Prinzip der Nachhaltigkeit

Nachhaltige Entwicklung ist die Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu gefährden, dass zukünftige Generationen ihre Bedürfnisse befriedigen können.

Ein Beispiel:

 "Fiat panis" - Brot für alle.

Bei heute über 6 Milliarden Menschen und den geschätzten 8,3 Milliarden im Jahre 2020 ist dieses Ziel der Welternährungsorganisation heute bedeutungsvoller denn je.

Der erste Absatz der Präambel der Agenda 21 besagt: "Durch eine Vereinigung von Umwelt- und Entwicklungsinteressen und ihre stärkere Beachtung kann es uns jedoch gelingen, die Deckung der Grundbedürfnisse, die Verbesserung des Lebensstandards aller Menschen, einen größeren Schutz und eine bessere Bewirtschaftung der Ökosysteme und eine gesicherte gedeihlichere Zukunft zu gewährleisten. Das vermag keine Nation allein zu erreichen, während es uns gemeinsam gelingen kann: in einer globalen Partnerschaft, die auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtet ist".

Die heute landwirtschaftlich genutzte Fläche lässt sich nicht mehr wesentlich vergrößern. Für die Ernährung eines Menschen werden heute ca. 3000 qm Fläche benötigt. Im Jahr 2020 muss man mit der gleichen Fläche zwei Menschen ernähren. Dies bedeutet eine Verdopplung der Erträge, bei nahezu gleichbleibender Fläche.

 

Getragen im Sinne eines Dreieckes aus Ökologie, Ökonomie und Soziales steht der nachhaltige Landbau für ein integriertes Programm zur nachhaltigen Realisierung optimal betriebener Landwirtschaft. Moderne Technologien werden mit traditionellen Methoden kombiniert und auf die Agrarökosysteme abgestimmt, um somit die Umwelt zu entlasten.

Das bedeutet, es sind neben den Sorten der Kulturpflanzen, den Standort- verhältnissen (Boden und Klima), den Anbaumethoden, der Fruchtfolge und dem Pflanzenschutz auch agrarpolitische und agrarsoziale Rahmenbedingungen zu berücksichtigen bzw. einzubeziehen.

Dabei nehmen künftig alle leistungsfähigen Verfahren eine Schlüsselrolle ein, die zur gesunden, preiswerten und umweltschonenden Erzeugung von Nahrungsmitteln und von hochwertigen Futtermitteln beitragen.

Nachwachsende Rohstoffe produzieren heißt nachhaltigen Landbau zu realisieren.
Damit können die land- und forstwirtschaftlichen Nutzpflanzen Gerüst- und Inhaltsstoffe liefern, die als industrielle Grundstoffe (Industriepflanzen) und zur Energiegewinnung (Energiepflanzen) genutzt werden.

Derzeit werden in Deutschland auf mehr als 800.000 ha nachwachsende Rohstoffe produziert, deren Vorteile sich durch einem geschlossenen CO2 Kreislauf und einer hohen biologischen Abbaubarkeit der Rohstoffe ergeben.

Genügend Nahrung für alle Menschen zu schaffen, das darf nicht mit unumkehrbaren Beschädigungen der Umwelt erkauft werden.

Mit den  Methoden des nachhaltigen Landbaues lassen sich auch in Zukunft die Ernteerträge umweltschonend steigern.

 


Literatur:

(1) Wir gestalten Zukunft weltweit, BASF, 2000

(2) Umweltpolitik - lebenswerte Zukunft, Presse- und Informationsdienst der Bundesregierung, 1996

(3) Nachwachsende Rohstoffe, Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. auf der BUGA Magdeburg, 1999

(4) Nachwachsende Rohstoffe, Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. auf der Agri21Hannover, 2000

 

Ziele

 

 

 

 

 

 

 

 

    
Umsetzung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
© Andreas Müller Im Auftrag der DSD AG 2001