Lösungsblatt Nr. 121

 

Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft 
und ländlichen Entwicklung

Historischer
Bezug der
"Nachhaltigkeit"

Ursprüngliche Notwendigkeit

  1. Begründe, wieso man schon bei den Indianern Lebensweisheiten findet, die den Forderungen der Agenda 21 sehr nahe sind! 

  • Die Indianer waren ein sehr auf die Natur bezogenes Volk. Sie jagten z.B. immer nur soviel in einem Gebiet, dass die entsprechende Tierpopulation nicht in ihrer Existenz gefährdet wurde. Mit diesem Naturverständnis konnten sie über Generationen hinweg gemeinsam mit der Natur leben - es fand keine Ausbeutung im modernen Sinne statt. 

  1. Erarbeitet in Gruppen Gründe für die Notwendigkeit einer nachhaltigen Nahrungsmittelerzeugung vor dem Industriezeitalter!

  • Die Natur war "heilig". D.h. man achtete die Natur mit ihren Schönheiten aber auch Gefahren und sah vieles als "gottgegeben".

  • Es lagen noch keine fundierten Kenntnisse vor, wie man von außen gezielt auf das Wachstum von Pflanze und Tier eingreifen kann.

  • Künstliche Mittel (Düngung, chemischer Pflanzenschutz) zur Steigerung der Erträge standen noch nicht zu Verfügung.

Gründe

Forstwirtschaft

  1. Wie definierten Forstleuten im 18. Jahrhundert den Begriff der Nachhaltigkeit?

  • Konstanthaltung der Waldfläche: Nutzung so viel wie möglich - jedoch immer nur so viel, dass die nachfolgende Generation den gleichen Nutzen ziehen kann. D.h. neben einer maßvollen Rodung immer auch eine Neuanlage bzw. Pflege der Naturverjüngung.

  • Das „Grundgesetz" deutscher Forstwirtschaft: das Prinzip der Nachhaltigkeit !
    http://www.wald-online-bw.de/2wald/3nachhaltigkeit/nachhaltig.htm

  1. Welche Voraussetzungen mussten für dieses Handeln erst geschaffen werden?

  • Der Waldbestand musste taxiert d.h. in seiner Mächtigkeit quantitativ und qualitativ vermessen und erfasst werden.

  1. Formuliere die Resolution H1 der Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa mit deinen eigenen Worten!

  • Das Ökosystem Wald ist so zu bewirtschaften und zu pflegen, dass es in sich stabil bleibt und ohne dass andere Ökosysteme gefährdet werden.

  1. Welche Folgerungen ergeben sich aus dem forstlichem Prinzip der Nachhaltigkeit bzw. dem Anliegen der Agenda 21 aus der Sicht der Forstwirtschaft  für:

  1. den Waldbesitzer,

  • Beachtung des forstlichen Prinzips - nur so viel Holz schlagen, wie gleichzeitig nachwächst.

  1. den Verbrauchern aus der Region,

  • Holz aus einheimischer Produktion verwenden als Heizmaterial bzw. als Bauholz, für Türen, Treppen, Fußböden, Möbel etc.

  1. der Gesellschaft?

  • Der Wert des Waldes darf nicht nur im Sinne der Erholung gesehen werden sondern muss auch in wirtschaftlicher Hinsicht gestärkt werden. Dazu muss die Bevölkerung über die Möglichkeiten naturnahes (regionales) Holz zu verwenden besser aufgeklärt werden und die Forstwirtschaft evtl. auch finanziell unterstützt werden. Ebenso ist denkbar, dass regionale Hackschnitzel Heizkraftwerke gebaut werden oder auch öffentliche Bauten im Sinne der Frage 2 geplant werden.

Forstwirtschaft

 
© Walter Janka im Auftrag der DSD AG 2001