Lösungsblatt Nr. 122

 

Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft 
und ländlichen Entwicklung

Praxisbeispiele
für
Nachhaltigkeit

Ordnungsgemäße Fisch- bzw. Teichwirtschaft bedeutet Nachhaltigkeit!

  1. Woran liegt es, dass gerade in der Fischwirtschaft ähnlich der Forstwirtschaft die Nachhaltigkeit seit langer Zeit zu einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung zählt?

    • Um Fischbestände als wichtige Nahrungsgrundlage nachhaltig nutzen zu können, müssen sie im Gleichgewicht mit ihrem Regenerationspotenzial befischt werden. D.h. es dürfen nur so viel Fische entnommen werden, wie natürlich durch die Vermehrung des Restbestandes wieder nachwachsen können.

  2. Welche Anforderungen würdest du an eine ordnungsgemäße Fischwirtschaft stellen, die im Sinne der Agenda 21 handelt? 

    • Schonendes nachhaltiges Fischen - kein "industrielles" Abfischen von Flüssen oder Meeren.
    • Beachtung des Ökosystems "fließendes" bzw. "Stehendes Gewässer".
    • Stabilisierung des Fischbestandes als Ökosystem durch die Förderung eines großen Artenreichtums.

Fischwirtschaft

Fischwirtschaft - langfristiger Naturschutz?

  1. Mit einer sog. "Schutz durch Nutzung" - Strategie, will man den Naturschutz von Fluss- und Teichlandschaften erreichen. 

    1. Begründe die Richtigkeit dieses Vorhabens!

      • Ein reiner Naturschutz ohne einem wirtschaftlichen Ausgleich ist auf Dauer unbezahlbar.

    2. Welche Forderungen müssen erfüllt sein, damit dies auch funktioniert?

      • für die Teichbewirtschafter muss eine dauerhafte Einkommensquelle garantiert sein,
      • es muss in der Region ein regionaler Bezug zum einheimischen Fisch aufgebaut werden,
      • die Lebensräume der Fische (Teich oder Fluss) müssen langfristig intakt gehalten werden 
        (Einstellung eines vernetzten Biotopverbundes!).
    3. Erstellt Leitbilder für die Teichwirtschaft und diskutiert deren Für und Wider.
    • Die Teichwirtschaften versuchen unter Verwendung flussgebietstypischer Fischarten, ein möglichst vollständiges Produktionsprofil - von der Brut bis hin zur Vermarktung der Speisefische – zu verwirklichen.

    • Die Bewirtschaftung der Teiche erfolgt in abgestuften Intensitäten unter Berücksichtigung der standortspezifischen Verhältnisse.

    • Die vom Nährstoffpotential und den Einträgen durch das Zulaufwasser abhängige biologische Produktivität der Teiche sollte voll ausgeschöpft werden. Um der Nährstoffakkumulation in den Teichen entgegenzuwirken, sollte beim Besatz der Teiche daher darauf geachtet werden, dass das biologische Ertragspotential nicht unterschritten wird. Sofern die biologische Produktivität keine vertretbare wirtschaftliche Nutzung ermöglicht, sollten Zufütterungen mit Getreide möglich sein.

    • Die Arten- und Lebensraumvielfalt an und in den Teichen und das charakteristische Landschaftsbild müssen erhalten bleiben.

    http://www.nabu-akademie.de/berichte/99teiche.htm

Schutz durch
Nutzung

 
© Walter Janka im Auftrag der DSD AG 2001