Lösungsblatt Nr. 141

 

Förderung einer nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft 
sowie ländlichen Entwicklung

Waldfunktionen

Funktionen des Waldes

1. Versuchen Sie, die Bedeutung des Waldes Ihrer Heimat für die Erholung zu
     beschreiben!

  • die modernen Lebens- und Arbeitsbedingungen sind oftmals durch Hektik und Reizüberflutung geprägt,

  • viele Menschen suchen deshalb einen gesunden Ausgleich im Wald,

  • die Wälder im näheren Umfeld von Dörfern und Städten werden für die Menschen zu Naherholungsgebieten, in denen sie

    • saubere und frische Luft genießen,

    • Ruhe und Abgeschiedenheit finden,

    • ein ausgeglichenes Klima ohne extreme Temperaturschwankungen, mit deutlich reduzierter Windeinwirkung und höherer Luftfeuchtigkeit wohltuend auf ihren Körper einwirken lassen,

    • und im Gegensatz zur technisierten städtischen Umwelt eine Natürlichkeit erleben können.

2. Wie kann Wald zu einem besseren Klima und einer optimalen Grundwasserqualität
     beitragen?

  • Beispiele für Klimaschutz:

    • der Wald beeinflusst als Bestandteil der natürlichen Umwelt des Menschen sowohl das lokale als auch das regionale und letztendlich das globale Klima,

    • da im Wald keine extremen Temperaturunterschiede auftreten, kann als Ausgleichspuffer für seine Umgebung wirken. Die unregelmäßige Ausformung seines Kronendaches sorgt durch eine Erhöhung der Luftturbulenz für eine Durchmischung der vorbeiströmenden Luft,

    • der durch den Menschen hervorgerufene Ausstoß von CO2 steht im Verdacht, den Treibhauseffekt anzuheizen,

    • die Bäume des Waldes binden während ihres Wachstums große Mengen an CO2, das durch die Photosynthese letztendlich im Holz gespeichert wird,

    • in vier Kubikmeter Holz sind etwa 1000 kg Kohlenstoff enthalten,

    • mit der Nutzung des Holzes wird der gespeicherte dem Wald entnommen und selbiger kann durch weiteres Wachstum erneut der Luft CO2 entziehen,

    • selbst bei der Nutzung des Holzes als Brennstoff verhält es sich CO2-neutral, da durch die nachwachsende Baumgeneration das bei der Verbrennung freigesetzte CO2 wieder gebunden wird.
       

  • Beispiele für Wasserschutz:

    • gesunde und intakte Waldböden fungieren als natürliche Filter für das versickernde Wasser und garantieren so eine gleichbleibend hochwertige Trinkwasserqualität,

    • durch die optimale Versickerung des Wassers im Waldboden wird erodierende Kraft des Wassers gemildert und eine gleichmäßige Wasserspende selbst bei anhaltenden Trockenperioden ermöglicht,

    • bis zu einem bestimmten Prozentsatz können auch Luftschadstoffe gefiltert werden, wobei natürlich dem Wald durch z.B. intensive Schwefel- und Stickstoffeinträge Grenzen gesetzt sind,

3. Diskutieren Sie die nachfolgenden Thesen!

Der Wald soll

  • - möglichst viel und hochwertiges Holz liefern,

  • - zu großen Teilen aus Urwald bestehen,

  • - ohne Maschinen auskommen,

  • - viel Wild beherbergen,

  • - große Mengen Trinkwasser bereitstellen,

  • - vielen Waldarbeitern Arbeit und Lohn geben,

  • - optimale Erholung möglich machen,

  • - Abfälle aller Art und Menge aufnehmen,

  • - aus Laubbäumen bestehen aber gleichzeitig Bauholz liefern,

  • - überall sein, aber nirgends im Wege stehen.

Aufgaben

 
© Uwe Pannecke im Auftrag der DSD AG 2001